2018 ist das Jahr des Kulturerbes

Donnerstag, 11. Januar 2018

Die Schweiz beteiligt sich 2018 am Europäischen Jahr des Kulturerbes. Die Initiative zeigt, wie wichtig das Kulturerbe für die Gesellschaft ist. Geplant sind Vermittlungs- und Kommunikationsprojekte auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene. In der Schweiz ist die Bevölkerung aufgerufen, Ideen einzubringen und sich zu beteiligen. Zudem ratifiziert der Bundesrat zwei internationale Abkommen.

Ausgehend von seinen sichtbarsten Elementen, den historischen Bauten und archäologischen Fundstätten, bietet sich 2018 die Gelegenheit, das Kulturerbe neu zu entdecken

Das unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset stehende Kulturerbejahr soll ein Jahr für alle werden: So hat das Bundesamt für Kultur (BAK) am 18. Dezember 2017 den offenen Ideenwettbewerb «Kulturerbe für alle» eröffnet. Der Wettbewerb läuft über eine Online-Plattform will alle an der Debatte über das Kulturerbe teilhaben lassen. Die besten Ideen werden im Lauf des Jahres mit Unterstützung des BAK umgesetzt, wie der Bund mitteilte.

Zur Koordination der nationalen Kampagne haben rund 30 Non-Profit-Organisationen einen Trägerverein gegründet. Dieser hat die Online-Plattform www.kulturerbe2018.ch in Kooperation mit dem BAK entwickelt. Darauf sind alle Projekte zum Kulturerbe-Jahr 2018 vereint. Zu den Partnern des Kulturerbe-Jahres gehört auch die VLP-ASPAN (Informationen zur Trägerschaft hier).

In der Schweiz beginnt das Kulturerbe-Jahr am kommenden 21. bis 22. Januar in Davos. Dort findet auf Einladung von Bundesrat Alain Berset eine Konferenz der europäischen Kulturministerinnen und -minister zum Thema Baukultur statt. Die Konferenz findet vor dem World Economic Forum (WEF) statt und steht unter dem Titel: «Eine hohe Baukultur für Europa».

Ebenfalls im Kontext des europäischen Kulturerbe-Jahrs 2018 regt der Bundesrat die Ratifizierung zweier internationaler Abkommen an: das Rahmenübereinkommen des Europarats von 2005 über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft (Konvention von Faro) sowie das Übereinkommen der UNESCO von 2001 über den Schutz des Unterwasser-Kulturerbes. Die Konventionen sehen den Schutz vor Plünderung vor, sowie Strategien für Erhalt und Entwicklung des Kulturerbes.

PDF-Dokumente, u.a. zum Ideenwettbewerb, finden Sie unten auf der BAK-Website.