Bund schafft Grundlage für einen Nationalpark mit Italien

Dienstag, 27. Februar 2018

Der Bundesrat hat einen Staatsvertrag mit Italien und die angepasste Pärkeverordnung genehmigt. Beides sind Grundlagen, um einen neuen Nationalpark gemeinsam mit Italien zu schaffen. Ob der Park entsteht, werden die Tessiner an einer Volksabstimmung im Juni entscheiden.

Im Kanton Tessin planen acht Gemeinden einen neuen Nationalpark (siehe frühere News). Der geplante «Parco nazionale del Locarnese» schliesst wegen grosser Zusammenhänge das Valle dei Bagni und damit italienisches Staatsgebiet mit ein. Deswegen hat der Bund am 21. Februar 2018 die Pärkeverordnung (PäV) angepasst. Er kann nun Nationalpärke über die Landesgrenze hinaus errichten, wie der Bund in einer Medienmitteilung schreibt.

Zuätzlich hat der Bund einen Staatsvertrag genehmigt, der die Zusammenarbeit mit Italien regelt. Der Vertrag tritt in Kraft, wenn die beteiligten Tessiner Gemeinden dem geplanten Nationalpark zustimmen.

Nun sind die Voraussetzungen gegeben, damit die Tessiner über «ihren» Nationalpark im Juni 2018 abstimmen können.