Bundesamt für Wohnungswesen wird verkleinert und zieht um

Samstag, 9. Juni 2018

Der Bundesrat hat beschlossen, die Aufgaben und den Personalbestand des Bundesamts für Wohnungswesen zu reduzieren und das BWO nach Bern zu verlegen. Die Massnahme ist Teil von strukturellen Reformen, um die Effizienz der Bundesverwaltung zu verbessern und sparsamer mit den Geldern des Bundes umzugehen.

Dass Bundesamt für Wohnungswesen werde seinen Personalbestand schrittweise um rund 13 Vollzeitstellen auf ca. 25 Vollzeitstellen reduzieren, teilte der Bundesrat mit. Das derzeit genutzte, bundeseigene Gebäude in Grenchen (SO) sei damit zu gross. Das BWO wird spätestens Ende 2021 in die Stadt Bern umziehen.

Wohnbaugenossenschaften Schweiz, der Verband der gemeinnützigen Wohnbauträger, wehrt sich gegen einen Abbau des Bundesamts. Um den Herausforderungen in der Wohnungspolitik zu begegnen, brauche es ein nationales Kompetenzzentrum für Wohnungsfragen, teilte der Verband mit.

Demnächst wird über die nationale Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» abgestimmt. Der Bundesrat schreibt, er messe dem Wohnungswesen weiterhin eine hohe Bedeutung zu. Dies zeige sich beispielsweise daran, dass er bereit sei, der Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» einen Rahmenkredit von 250 Millionen Franken zur Aufstockung des Fonds de roulement zugunsten des gemeinnützigen Wohnungsbaus gegenüberzustellen. Die Initiative selbst lehnt er ab.

Das BWO ist zuständig für Massnahmen zur Wohnraumförderung, für mietrechtliche Fragestellungen, für die Forschung im Bereich des Wohnungswesens sowie für die wohnungspolitische Koordination zwischen den Staatsebenen.