LU: «Strategie Landschaft» soll Umgang mit Landschaften verbessern

Freitag, 2. Februar 2018

Der Kanton Luzern hat im Januar eine vorbildliche «Strategie Landschaft» veröffentlicht. Sie beschreibt die Landschaftstypen und ihre Qualität, deckt aber auch Probleme auf. Die Strategie kritisiert den Siedlungsbrei um Luzern, das sorglose Bauen bei grossen Infrastrukturen und die mangelnde Vernetzung der Lebensräume von Wildtieren und Pflanzen. Die Strategie nennt Verbesserungsmassnahmen und steckt für die einzelnen Landschaftstypen Qualitätsziele. Als Koordinationsinstrument hilft sie dem Kanton, die landschaftsrelevanten Aufgaben aufeinander abzustimmen. Der Kanton nimmt die Strategie nun in den Richtplan auf.  

Es ist das erste Mal, dass der Kanton Luzern seine Landschaft systematisch analysiert hat und festhält, wie er deren Wert halten und stärken will. Er ist damit einer Forderung des Bundes nachgekommen. Die Strategie deckt den grossen Handlungsbedarf auf, der nötig ist, um die Natur- und Kulturelemente der Landschaft zu sichern. Der Strategiebericht wurde unter der Leitung des kantonalen Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements erarbeitet.

Verteilt auf vier Schwerpunkte verlangt die Strategie, die «wenig gestaltete Siedlungslandschaft rund um Luzern» zu begrenzen. Grosse Infrastrukturbauten müssten besser gestaltet und mit der Landschaft in Einklang gebracht werden. Weiter seien die getrennten Lebensräume zum Beispiel durch Hecken zu verbinden. Besonderes Augenmerk gelte dabei den Gewässerufern. Sie dienten, naturnah gestaltet, als Erholungsgebiete.

Verteilt auf zehn Handlungsfelder listet die Strategie für alle Landschaften von Luzern die Stärken, die Ziele und die Verbesserungsmassnahmen auf.

Bei der nächsten Revision wird der Kanton die Strategie in den kantonalen Richtplan aufnehmen, wie der Regierungsrat mitteilt. In der Folge kann der Kanton die Massnahmen, wie zum Beispiel den Zugang zu Gewässern, grundeigentümerverbindlich im Nutzungsplanverfahren, im Baubewilligungsverfahren und beim Erlass weiterer raumrelevanter Entscheide umsetzen.